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Leonberger Straße

Sindelfingen: Aussichtspunkt „Dachskopf“ auf der ehemaligen Mülldeponie wird eingeweiht

Am Donnerstag, 10. April laden Stadt Sindelfingen und Abfallwirtschaftsbetrieb um 16 Uhr ein.
Von Peter Maier
Das Luftbild zeigt, wie die Dachsklinge für Photovoltaik genutzt wird.

Das Luftbild zeigt, wie die Dachsklinge für Photovoltaik genutzt wird.

Bild: Archiv

Sindelfingen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen und die Stadt Sindelfingen laden alle interessierten Bürger zur Einweihung des neuen Aussichtspunkts „Dachskopf“ am Donnerstag, 10. April um 16 Uhr ein. Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Landrat Roland Bernhard und Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer erhalten die Besucher Einblicke in die Geschichte der Deponie.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen hat gemeinsam mit der Stadt Sindelfingen einen öffentlich zugänglichen Fußweg zum Aussichtspunkt „Dachskopf“, auf der ehemaligen Kreismülldeponie Sindelfingen geschaffen. Die etwa 800 Meter lange Strecke auf die Anhöhe in 553 Metern Höhe, gleichzeitig auch der höchste Punkt auf Sindelfinger Gemarkung, wurde gemeinsam mit Bürgern sowie den jeweiligen Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins, des ADFC und des NABU Sindelfingen sowie dem städtischen Forst konzipiert. 13 Infotafeln erläutern die Historie der Deponie entlang des Weges. Zudem wurden individuelle Sitzmöglichkeiten entlang des Weges aufgestellt und eine Unterstandshütte errichtet.

Entstehung der „Dachsklinge“

Auf der als „Dachsklinge“ bekannten ehemaligen Kreismülldeponie Sindelfingen wurden von 1959 bis 1997 rund 5 Millionen Tonnen Haus- und Geschäftsmüll abgelagert. Nach Beendigung der Deponierung auf einer rund 27 Hektar großen Fläche war die Abdichtung der Abfälle zum Schutz von Mensch und Umwelt vonnöten, und noch immer steht eine auf Jahrzehnte angelegte Nachsorge für entstehende Gase und Sickerwasser an. Auf der Deponiekuppe wurde nach Fertigstellung der Oberflächenabdichtung und -rekultivierung zusammen mit der Stadt und den Stadtwerken Sindelfingen eine Freiflächenphotovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 2900 kWpeak realisiert.

In den letzten Jahren kehrte die Natur auf den einstigen Müllberg an der Leonberger Straße langsam zurück, und auf der rekultivierten Deponiekuppe entstand der sogenannte „Dachskopf“, ein Aussichtspunkt mit Blick in alle Himmelsrichtungen – ins Gäu und zum Stuttgarter Fernsehturm sowie zum Schwarzwald und auch zur Schwäbischen Alb.

Anreise und Parkmöglichkeit

Treffpunkt für den gemeinsamen Spaziergang mit Landrat Roland Bernhard und Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer ist um 16 Uhr am Eingangstor zum Deponieweg, am dritten Biotop, am südlichen Rand der Deponie (GPS-Daten: N: 48°43‘50.822 (48.730783869), O: 9°1‘16.389 (9.021219215)).

Eine Parkmöglichkeit besteht auf dem Parkplatz beim Hotel Sommerhof. Von dort aus ist der Weg zum Eingangstor ausgeschildert (Fußweg etwa 20 Minuten).