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1:0 und 6:1 auf eigenem Platz

Die Böblinger Hockey-Männer gewinnen innerhalb von drei Tagen zwei Spiele

Nach den zwei Erfolgen ist die SVB nicht mehr Tabellenletzter in der 2. Regionalliga.
Matthew Marsh (Nummer 2) wird von seinen Mitspielern für den Seigtreffer gegen Wacker München gefeiert.

Matthew Marsh (Nummer 2) wird von seinen Mitspielern für den Seigtreffer gegen Wacker München gefeiert.

Bild: Meyer

Hockey. Befreiungsschlag für die SV Böblingen: Nach fünf Niederlagen gelangen dem bisherigen Tabellenletzten der 2. Regionalliga Süd gleich zwei Siege innerhalb von drei Tagen. Mit dem 1:0 über Wacker München und dem 6:1 gegen den TSV Mannheim II konnte die SVB nicht nur Anschluss finden, sondern sogar das Schlusslicht abgeben.

Als Nachwuchsspieler Mattis Pohl in der Schlussminute des Mannheim-Spiels das halbe Dutzend vollmachte, da machte sich die Böblinger Wiederauferstehung auch in der Blitztabelle bemerkbar. In diesem Moment hatte die SVB im Torverhältnis den punktgleichen Bietigheimer HTC überholt und diesem die Rote Laterne übergeben.

Mit satten sechs Punkten Rückstand war Böblingen in das verlängerte Spielwochenende gegangen. Die Aussichten, dass sich daran bei den ersten beiden Feldhockey-Heimspielen des Jahres etwas ändern würde, trübten sich kurz vor dem Aufeinandertreffen mit Wacker München ein. Mit Sebastian Kranz (Unfall) und Luis Nonnenmann (Zerrung in der Spielvorbereitung) fielen zwei weitere Stammkräfte kurzfristig aus, auch SVB-Spielertrainer Max Oswald musste nach einer in der Vorwoche erlittenen Knöchelverletzung passen.

Angesichts des personellen Notstands war die Leistung umso erstaunlicher. Zwar brauchten die Böblinger die erste Viertelstunde, um sich zu finden, doch schon vor der Halbzeitpause und vor allem im zweiten Durchgang gewannen die Platzherren mit einer kämpferisch starken und auch spielerisch soliden Darbietung immer mehr die Oberhand. Die Rückkehr von Stammtorwart Felix Lampert vom halbjährigen Semesteraufenthalt in Hamburg gab der Abwehr zusätzliche Stabilität.

Siegtor sieben Minuten vor Schluss

Doch im Angriffsspiel fehlte lange die Durchschlagskraft. Bis auf zwei Strafecken, die der Gegner jeweils auf der Torlinie glücklich entschärfen konnte, herrschte kaum einmal Torgefahr. Ausgerechnet ein Abwehrspieler sorgte dann sieben Minuten vor Ende für die Erlösung: Matthew Marsh schaltete sich vorne mit ein und kam zum Abschluss. Sein technisch anspruchsvoller Rückhand-Volleyschuss schlug halbhoch im Münchner Kasten ein. Ein echtes Traumtor bescherte den 1:0-Sieg.

Der erste SVB-Saisonerfolg beflügelte auch für das zwei Tage später folgende Spiel gegen die Bundesligareserve des TSV Mannheim. „Wir haben an das Wacker-Spiel angeknüpft, waren sogar noch ein bisschen griffiger und vor allem diesmal sehr effizient“, sah Max Oswald eine weitere Steigerung seiner Mannschaft. Früh brachten Kapitän Claudius Müller mit Verwandlung der ersten Strafecke (5.) und sein jüngerer Bruder Elias Müller nach Marsh-Flanke zum 2:0 (11.) die Gastgeber auf die Siegerstraße.

Nach der Halbzeit erhöhte Markus Haller auf 3:0 (37.). Den Mannheimer Anschlusstreffer (42.) steckte Böblingen gut weg. Schon bald stellte Emil Röhm mit dem 4:1 (47.) den alten Abstand wieder her. Und in den letzten Spielminuten schraubten David Scheufele (56.) und Mattis Pohl (60.) das Resultat gar noch zum 6:1-Endstand in die Höhe. „Am Ende haben wir uns in einen regelrechten Rausch gespielt“, brauchte sich Max Oswald um eventuelle Konditionsprobleme keine Sorgen zu machen.

Neben den sechs gewonnenen Punkten freute sich der Böblinger Coach vor allem über einen starken Teamgeist, zu dem die klug führenden Routiniers ebenso ihren Teil beitrugen wie die erneut gut auftretenden Nachwuchsspieler. Mit Linus Ulrich (17) und Mark Pattermann (18) gegen München sowie Kaleb Ancheta (16) gegen Mannheim gab es weitere Debüts in den SVB-Reihen.

SV Böblingen: Lampert, C. Müller, Panagis, Kohlhas, Marsh, Scheufele, Röhm, E. Müller, Schneider, Stefani, Schlichtig, Breutmann, Ortner, Pohl, J. Ancheta, K. Ancheta, Nonnenmann, Ulrich, Haller.