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Nutzungskonflikt im Sindelfinger Wald

CDU will Mountainbike-Trails im Sindelfinger Wald prüfen lassen

Die CDU-Gemeinderatsfraktion Sindelfingen reagiert auf die illegal angelegten Strecken und setzt auf geordnete Lösungen statt Verbote.
Eine der Mountainbike-Strecken im Sindelfinger Wald. Über mögliche Legalisierungen wird derzeit diskutiert.

Eine der Mountainbike-Strecken im Sindelfinger Wald. Über mögliche Legalisierungen wird derzeit diskutiert.

Bild: Fecht

Sindelfingen. Die CDU-Gemeinderatsfraktion in Sindelfingen bringt einen Prüfantrag zur möglichen Einrichtung legaler Mountainbike-Trails auf den Weg. Hintergrund sind die von Mountainbikern selbst angelegten, bislang nicht genehmigten Strecken im Stadtwald.

„Für uns ist klar: Sicherheit, Ordnung und der Schutz des Waldes als Naherholungsgebiet haben oberste Priorität. Gleichzeitig sehen wir, dass das Interesse am Mountainbikesport auch in Sindelfingen deutlich gewachsen ist“, sagt die CDU-Fraktionsvorsitzende Maike Stahl.

Mit dem Antrag soll die Stadtverwaltung untersuchen, ob und unter welchen Voraussetzungen legale, naturschutzverträgliche und sichere Trails eingerichtet werden können. Dabei lege man besonderen Wert auf eine sorgfältige Abwägung aller Interessen.

Sicherheit und Naturschutz im Fokus

Aus Sicht der CDU sind die bestehenden, illegal angelegten Strecken keine dauerhafte Lösung. „Sie gefährden Nutzer, stellen die Stadt vor Haftungsprobleme, greifen in die Natur ein und schaffen Konflikte“, so Maike Stahl. „Unser Ansatz ist deshalb: prüfen, ordnen und – wenn möglich – legale Angebote schaffen, die gut geplant sind.“

Ein mögliches Trail-Angebot könne nur in enger Abstimmung mit allen Beteiligten entstehen, betont die Fraktion. Dazu zählen neben den Mountainbikern auch die Forstverwaltung, die Jägerschaft sowie Vertreter des Naturschutzes. Durch eine gezielte Lenkung der Nutzung sollen sensible Bereiche im Wald geschützt werden.

Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, dass ausgewiesene Strecken dazu beitragen können, Konflikte zu entschärfen und ungeregelte Entwicklungen einzudämmen.

„Wir wollen eine Lösung mit Augenmaß – keine Verbotsdebatte, sondern einen pragmatischen Ansatz, der den Interessen aller gerecht wird“, sagt Felix Koch, Kinder- und Jugendbeauftragter der CDU-Fraktion.

Zunächst gehe es jedoch darum, eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Auf dieser Basis könne der Gemeinderat später über konkrete Maßnahmen beraten.